Feuerwehr Grabenstätt mit 110 Einsätzen
Die Freiwillige Feuerwehr Grabenstätt hielt am Dreikönigstag traditionell ihre Jahreshauptversammlung ab und blickte im Gasthof "zur Post" auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Als Dank und Anerkennung für 40-jährige treue Mitgliedschaft ehrte Erster Vorstand Sven Lein Johann Wimmer mit der goldenen Ehrennadel samt zugehöriger Urkunde. Für 25 Jahre treue Mitgliedschaft wurden Reinhard Meisinger, Martin Plenk, Josef Fleischmann, Josef Ranner und Konrad Schuster ausgezeichnet. Max Ertl und Peter Gschwendner konnten diese Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr erhielten Josef Ranner, Josef Fleischmann, Martin Plenk und Reinhard Meisinger aus den Händen von Kreisbrandmeister Josef Steinhauer das Feuerwehr-Ehrenzeichen – per Urkunde verliehen vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann.  
„110 Einsätze haben wir 2014 bewältigt“, betonte Erster Kommandant Jürgen Richter und nannte exemplarisch einige Brände, Verkehrsunfälle, Wohnungsöffnungen sowie Ölspuren umgefallene Bäume. Der spektakuläre Einsatz bei einem Gasaustritt am 16. Mai am Multerer Eck mit Evakuierung des benachbarten Altenheims in der Au habe über zehn Stunden gedauert. 2013 habe seine Mannschaft noch 166 Einsätze absolvieren müssen, was insbesondere am Jahrhunderthochwasser Anfang Juni gelegen habe, erinnerte Richter. Am 23. Oktober diesen Jahres sei man hochwasserbedingt wieder zu 46 Einsatzstellen in Grabenstätt gerufen worden. Insgesamt standen 25 Übungen an. Der Aktivenstand liege derzeit bei 53. Aus der Jugendgruppe übernommen wurden Franz Böhm und zuletzt Firat Aslan. Zu den letztjährigen Beschaffungen durch die Gemeinde zählen unter anderem PA Geräte, Stahlflaschen, Wassersauger, Ölumfüllpumpe, Stiefel- und Handschuhtrockner, Helme, Handlampen, Ölbinder-Streuwagen, Stiefel und Feldbetten. Familie Gschwendner spendete einen Gifas Beleuchtungssatz. Heuer werde auch das neue Mehrzweckfahrzeug in Betrieb gehen, kündigte Richter an. Lehrgänge auf Landkreisebene absolvierten Stefan Würtz (Maschinist), Erika Audi (Truppmann), Florian Sänger, Maxi Wiendl (beide Truppführer), Franz Böhm (PA), Sven Börner-Sachs und Hansi Biller (CSA). Thomas Dürrbeck besuchte an der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried einen Gruppenführer-Lehrgang und einen Sachkundigen-Lehrgang Absturzsicherung bei der Firma MSA Auer in München.
Wie Jugendwart Thomas Dürrbeck mitteilte, sei die Zahl der Feuerwehranwärter von 19 auf 17 gesunken. Zwei Anwärter haben aufgehört, Franz Böhm wechselte nach Beendigung der Grundausbildung und dem Erreichen der Volljährigkeit zur aktiven Mannschaft und Michael Siehr ist neu zur Jugendfeuerwehr hinzugestoßen. Dürrbeck zufolge seien die Jugendlichen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die 15- bis 18-jährigen Anwärter der Gruppe 1 hätten bereits an Übungen der aktiven Mannschaft teilgenommen. In den 26 Jugendübungen habe man sich hauptsächlich mit den Grundtätigkeiten, wie dem Umgang mit Schläuchen, Armaturen und Leinen sowie mit der Fahrzeugkunde befasst, so der scheidende Jugendwart Dürrbeck, der Anfang Mai eine 18-monatige Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann beginnen wird.
Die „Helfer vor Ort“ (HVO) der Grabenstätter Floriansjünger absolvierten im zweiten Jahr ihres Bestehens 67 Einsätze. „Das heißt 67 mal waren wir durchschnittlich fünf Minuten vor dem Rettungsdienst vor Ort, um das therapiefreie Intervall zu verkürzen und geeignete Erste Hilfemaßnahmen einzuleiten“, betonte HVO-Gruppen-Sprecher Holger Hübner. Ruhigste Monate seien der Mai und der Juli mit je drei Einsätzen, intensivster Monat der August mit zwölf Einsätzen gewesen. Allein vom 8. auf den 9. August habe man vier Einsätze absolviert, so Hübner. Atemschutzwart und Zweiter Kommandant Andreas Oberhuber berichtete von einem Personalstand von 26 PA-Trägern, 23 Mann mit CSA-Ausbildung, zwei Einsätzen unter PA, sechs Übungen in der Belastungsstrecke in Traunstein, sieben Einsatzübungen, vier Übungen am Standort mit CSA und eine theoretische Unterweisung sowie die jährliche Übung am Kindergarten. Nur weil man regelmäßig übe und sich immer wieder fortbilde, „können wir professionelle Hilfe leisten“, gab Oberhuber zu bedenken. Dies habe sich auch beim Gasaustritt am 16. Mai am Multerer Eck und Ende Juli bei einer verrauchten Wohnung in Winkl gezeigt. Ausbilder im Landkreis sind Günther Seywald (Maschinist), Andreas Oberhuber (Atemschutz), Sven Lein (Atemschutz/Truppmann) und Jürgen Richter (Atemschutz/Truppmann) sowie Helmut Steinbeck (THL).
Schriftführer Alexander Wiendl sprach von vier Vorstandssitzungen. Insgesamt verfüge der Feuerwehrverein über 302 Mitglieder. Im Vorjahr gab es fünfzehn Neumitgliedschaften, aber auch sechs Sterbefälle zu verzeichnen. Mit 37 Terminen habe es wieder einiges zu tun gegeben, betonte Wiendl und erinnerte unter anderem an das 3. Glühwein- und Bosnafest, den Vereinsjahrtag, das Maibaumaufstellen, den Kreisjugendfeuerwehrtag in Peterskirchen, das eigene Dorffest, das Dorfplatzfest der Ortsvereine und den Volkstrauertag. Auch mit den vereinseigenen, gut gepflegten Oldtimern sei man wieder mehrmals unterwegs gewesen. Der Besuch der Kölner Jugendfeuerwehr sei ein „besonderes Erlebnis“ gewesen, betonte  Vorstand Lein und kündigte an, dass man sich spätestens im nächsten Jahr revanchieren wolle. Zu den wichtigsten anstehenden Vereinsterminen zählte er das Glühwein- und Bosnafest am Feuerwehrhaus, das Dorffest am 1. August und die Fahrt nach Törggelen in Südtirol von 17. bis 18. Oktober. Während das letztjährige Bosna- und Glühweinfest „super gelaufen“ sei, habe man beim Dorffest zum wiederholten Mal Pech mit dem Wetter gehabt, bedauerte Lein und hoffte, "dass es heuer besser wird“. Im Vorjahr habe man sogar „etwas dazu erwirtschaften können“, freute sich Kassenwart Thomas Astner.
Kreisbrandmeister Josef Steinhauer lobte die personelle Stärke und die Arbeit der Grabenstätter Feuerwehr, die 2015 wieder eine Leistungsprüfung Wasser durchführen wird. „Der Digitalfunk wird uns heuer alle noch beschäftigen“, meinte Steinhauer. Das Engagement und gute Miteinander von Verein und aktiver Mannschaft strich Bürgermeister Georg Schützinger heraus und wünschte der Feuerwehr ein „möglichst ruhiges Jahr 2015“. mmü

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Foto 1: Für ihre treue Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt geehrt wurden (von links)
Reinhard Meisinger (25 Jahre), Josef Fleischmann (25 Jahre), Martin Plenk (25 Jahre), Josef Ranner (25 Jahre),
Konrad Schuster (25 Jahre) und Johann Wimmer (40 Jahre). Es gratulierte Erster Vorstand Sven Lein (rechts).

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Foto 2: Für 25 Jahre aktive Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr geehrt wurden (von links)
Josef Fleischmann, Martin Plenk, Josef Ranner und Reinhard Meisinger.
Es gratulierte Erster Kommandant Jürgen Richter (rechts).

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Foto 3: wie Foto 2, bloß mit Bürgermeister Georg Schützinger (links) und dem Zweiten Kommandanten Andreas Oberhuber
(Zweiter von links).